Erst gestern schrieb ich im Artikel “BILD dir deine Meinung” über den Wahnsinn, welcher Anfang der 2000er Jahre über Deutschland herein brach, nachdem zwei Hunde einen kleinen Jungen in Hamburg totgebissen haben. Was damals passierte, ist durch nichts zu entschuldigen. Unentschuldbar war vor allem das unerträgliche Versagen der zuständigen Behörden, die in grob fahrlässiger Weise haufenweise Warnungen ignoriert, bereits vorhandene Gesetze nicht angewandt und im Nachhinein keinerlei Verantwortung übernommen haben.
Ein Opfer der damaligen Kampagnen von Medien und Politik ist Josy. Die Pittbullhündin sitzt seit 2003 im Tierheim Mannheim, nachdem sie von ihrem damaligen Eigentümer konfisziert wurde. Aufgrund der damaligen Gesetzeslage war es seinerzeit eine Straftat, sich nicht um die Auflagen der Landeskampfhundeverordnung zu kümmern, sodass der Fall von der zuständigen Staatsanwaltschaft Mannheim bearbeitet wurde. Die ursprüngliche Forderung der Staatsanwaltschaft, das Tier müsse getötet werden, konnte nur dadurch verhindert werden, daß sich das Tierheim verpflichtete, Josy für den Rest ihres Lebens aufzunehmen.
Seitdem sind acht Jahre vergangen. Josy ist inzwischen alt, hat einen Wesenstest mit Erfolg gemacht und zeigte sich nie auffällig. Die Gassigeherin, welche Josy seit Jahren betreut, bemüht sich seit langem darum, daß sie Josy bei sich zu Hause aufnehmen kann. Jeder Versuch wurde bisher von der zuständigen Staatsanwältin abgeblockt.
Das Tierheim und die Gassigeherin haben nun eine Online-Petition für den Baden-Würtembergischen Landtag gestartet. Ich bitte alle Leser darum, diese durchzulesen und zu zeichnen:
http://www.openpetition.de/petition/online/wir-bitten-um-freilassung-der-huendin-josy
Josy ist für jede Stimme dankbar!