Bereits in einem älteren Artikel auf diesem Blog habe ich von der Unwürde der deutschen bzw. europäischen Agrarindustrie geschrieben. Damit der deutsche Wohlstandsbürger sein billiges Fleisch futtern kann bis er furzt wie ein Klingone, wurde die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten von bäuerlichen Betrieben hin zu agraindustriellen Massenproduktionsstätten umstrukturiert. Auf einem modernen, flurbereinigtem Bauernhof Agarbetrieb findet man heute hunderte, gar tausende Tiere, die eng eingefercht gemästet werden.
Aber woher kommen diese Tiere? Welcher Zuchteber oder -bulle ist potent genug, solche Massen an Nachwuchs zu produzieren? Eine tiermedizinische Industrie hat sich entwickelt, die nur dafür sorgt, dass sich ein gleichmäßiger und massenhafter Strom von Ferkeln und Kälbern ergießt. Der “Natursprung” hat schon lange ausgedient. Bullen und Eber springen auf Konstruktionen auf, um auf diesen “abgemolken” zu werden. Das Sperma wird untersucht, gestreckt und tiefgefrohren, auf Börsen gehandelt und schließlich auf genauso mechanischem Wege einem weiblichen Tier eingepflanzt. Welch ein Zynismus, das diese Fleischgebärmaschinen am Ende ihres kurzen Lebens jungfräulich sterben.
Befürworter (das sind diejenigen, die davon profitieren) behaupten, dass es hygenischer und seuchentechnisch besser sei, verschweigen aber, dass die Seuchengefahr erst durch die große Anzahl von Tieren auf engstem Raum erst entsteht. Der zynische Gipfel wird erreicht, wenn behauptet wird, das alles sei tierschutz- und artgerecht.
Ich bringe es auf den Punkt! Es stimmt doch, was Tierschützer behaupten: Millionen Tiere werden jedes Jahr vergewaltigt. Durch Tierärzte und Besamungstechniker (welch schöne Berufsbezeichnung). Aber was schert Tierschützer oder den Verbraucher die Würde und Moral, solange man beim Discounter das abgepackte und in Kunststoff verschweißte Hackfleisch zu 1,79 Euro kaufen kann.
Tigerlily fragte in ihrem Blog zu recht “Ist Liebe verwerflich?“. Die Frage stellt sich um so mehr, wenn man diesen würdelosen, widerlichen Umgang mit Nutztieren diesen armen Kreaturen betrachtet. Wo sind sie, die laut schreienden Tierschützer, die Zoophile als würderaubende Monster hinstellen. Ich bin mir sicher, keiner von denen hat jemals einen Agar- oder Schlachtbetrieb von innen gesehen. Dazu sind sie ebenso wenige gewillt wie eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Zoophilie. Hätten sie das, würden sie sicherlich andere Prioritäten setzen.