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Das verborgene Leben der Zoophilen

Das verborgene Leben der Zoophilen
Was Sie über Sex mit Tieren nicht wissen
Von Dr. Hani Miletski, Ph.D.

Alles begann als einer meiner Klienten, ich will ihn Christian nennen, mir sagte, daß er keine Literatur über Bestiality/Zoophilie finden könne. Er war Klient in meiner psychotherapeutischen Praxis, weil er nicht aufhören konnte, Sex mit Hunden zu haben. Er war ein sehr religiöser Mensch, der glaubte, es sei falsch, sexuelle Beziehungen mit etwas anderem als mit einer Frau zu haben. Und auch dann nur, wenn man mit dieser Frau verheiratet sei. Trotzdem konnte er seinen Drang, mit den Hunden der Nachbarschaft sexuelle Beziehungen einzugehen, nicht beherrschen.

Ich bat den Bibliothekar am Sexuality Information and Education Council of the United States (SIECUS), eine Literatursuche für mich zu starten (zu dieser Zeit hatte ich noch keine Verbindung zum Internet), die mit einer größeren Enttäuschung endete. Es gab da draußen über Bestiality und Zoophilie nichts als eine Autobiographie von Mark Matthews: The Horseman: Obsessions of a Zoophile. In diesem Buch beschreibt der Autor seinen Kampf mit sich selbst, zu akzeptieren, daß er sein Pferd mehr liebt als seine Frau. Er beschreibt sich als intelligenten berufstätigen Menschen, der sich von Pferden sexuell angezogen fühlt und der tatsächlich, nachdem er sich die Liebe zu seinem Pferd eingestanden hatte, dieses heiratete.

Ich war fasziniert von der Idee, daß es dort Leute geben könnte, die sexuell von Tieren angesprochen wurden und sogar Tiere dem Menschen als Sexualpartner vorzögen. Ich beschloß, meine Doktorarbeit diesem Thema zu widmen und begann, mich mit Zoophilie/Bestiality zu beschäftigen.

Das war nicht ganz einfach. Manche meiner Freunde und Kollegen dachten, ich sei nicht mehr ganz bei Verstand: „WAS willst du untersuchen?“ Manche schlossen daraus, daß etwas mit mir selbst nicht stimmen könnte, daß ich eine Therapie bräuchte und/oder daß ich selbst Sex mit Tieren hätte. Der Mann, mit dem ich damals liiert war, hatte schon Probleme, über dieses Thema überhaupt zu sprechen, und am Ende gingen wir getrennte Wege (es war sowieso nicht die optimale Beziehung). Aber es gab Andere, die mich bewunderten und mir zu meiner kontroversen Forschungsarbeit Mut machten und es schien, als sei ich der erste Forscher, der dieses offenbar unbekannte Phänomen anfassen und eine groß angelegte wissenschaftliche Studie über Bestiality/Zoophilie durchführen wollte.

Mit neuem Elan verbrachte ich jetzt ganze Tage in der Bibliothek des Institute for Advanced Study of Human Sexuality in San Francisco, in der Library of Congress in Washington, D.C., und in der Bibliothek des National Institute for Mental Health (NIMH) in Bethesda, Maryland. Ich fand ein spezialisiertes Magazin The Wild Animal Revue, in dem ich viele Informationen über dieses Thema fand, und dessen Herausgeber so freundlich war, mir verschiedene seltene Bücher auszuleihen um mir bei meinen Nachforschungen zu helfen . Ich kaufte andere seltene Bücher in einem kleinen Laden in New York, und auch das Internet war eine reichhaltige Informationsquelle zum Thema Bestiality und Zoophilie.

Am Ende fand ich eine ganze Reihe Bücher und Aufsaätze, deren Verfasser Zoophilie und Bestiality erwähnen und manchmal auch diskutieren. Viele Autoren vermuten, daß menschliche Wesen seit dem Anfang der Geschichte und auf der ganzen Welt (in manchen Ländern mehr als in anderen) sexuelle Beziehungen mit Tieren haben und hatten. Diese Autoren stellen fest, daß man von sexuellen Beziehungen mit Tieren im Geheimen träumte, daran dachte, sie praktizierte und daß dies als Mythen, Märchen, Folklore, Literatur, Malerei und in Form von Skulpturen wieder zum Vorschein kam (Cauldwell, 1948; Dumont, 1970; Kinsey et al, 1948; Kullinger, 1969; Masters, 1962). Trotzdem bringt keiner dieser Autoren einen tiefer gehenden Einblick in das Leben und die Verhaltensmuster der Menschen, die sexuelle Beziehungen zu Tieren haben. Viele Autoren bringen hier ihre persönlichen Meinungen ein und diskutieren sexuelle Beziehungen mit Tieren als seien sie Experten auf diesem Gebiet. Ihre Meinungen sind jedoch oft gegensätzlich, was den Leser überaus verwirrt.

Diese ausführliche Literatursuche räumte jeden noch verbliebenen Zweifel bezüglich der Notwenigkeit einer Studie über Bestiality und Zoophilie aus. Meine Literaturrecherche zeigte, daß wissenschaftliche Studien über die Motivation, die zu Bestiality/Zoophilie führt und Studien, die das sexuelle, soziale, geistige und gesundheitliche Profil der Betroffenen beschreiben, sehr selten sind. Die wenigen Studien in der Literaturübersicht, die sich mit diesen Fragen beschäftigen, (Kinsey et al., 1948; Kinsey et al., 1953; and Hunt, 1974) erwiesen sich als veraltet und nicht sehr ergiebig, weil sich nicht speziell das Thema Bestiality/Zoophilie untersuchen. Die neuere Studie von Donofrio (1996) beschäftigt sich zwar explizit mit Personen, die sexuelle Beziehungen mit Tieren haben, aber auch sie ist durch die geringe Zahl der Teilnehmer (8) nicht sehr aussagekräftig.

Diese große Wissenslücke bezüglich Bestiality/Zoophilie ärgerte mich. Ich glaubte damals wie heute, daß wir als klinische Sexualwissenschaftler und Therapeuten mit
einem sorgfältig recherchierten Grundwissen ausgestattet sein müssen, damit wir das Phänomen und die betroffenen Personen verstehen können. Für uns, deren Beruf es ist jenen zu helfen, die ihr ego beeinträchtigende Gefühle bezüglich Bestiality/Zoophilie erleben und mit ihnen kämpfen, ist es wichtig, daß diese Forschung verfügbar ist und fortgeführt wird.

Deswegen entschloß ich mich eine Forschungsarbeit durchzuführen, die Fakten zu diesem untererforschten und missverstandenen Sexualverhalten bringen sollte. Auch wollte ich die Motivation und die Personen, die sexuelle Beziehungen mit Tieren haben, verstehen.

Die Vorstellung, daß manche Menschen sich von Tieren sexuell angezogen fühlen, bis zu dem Punkt, daß sie Tiere Menschen als Sexualpartner vorziehen, faszinierte mich. Der neue Begriff, den die „Zoo“ community (zoo ist nur eine Abkürzung für Zoophilie) im Internet geprägt hat: „zoosexuality“ beinhaltet eine sexuelle Orientierung auf Tiere. Stasya (1996), Tanka (1995), Shepherd (1996) und Fox (1994) im Internet stimmten dieser Definition zu. Und Donofrio (1996) schreibt, daß das Konzept, Zoophilie sei eine sexuelle Orientierung, durch seine Dissertation gestützt würde. Deswegen schlägt er vor eine Skala zu nehmen, die an Kinseys Maßstab für sexuell Orientierung erinnert, den auch Blake (1971) vorgeschlagen hat. Donofrios Modell schlägt vor, daß die, die kein Interesse irgendwelcher Art an sexuellen Kontakten mit Tieren haben, auf dieser Skala den „Nullpunkt“ setzen. Jenen Personen, für die Tiere alleinige sexuelle Befriedigung und Anziehung sind, würde die Position „Sechs“ zugewiesen. Zwischen diesen beiden Extremen könnte man die Menschen, die Phantasien über sexuelle Tierkontakte haben, jene, die mehr als nur gelegentlich sexuelle Tierkontakte hatten oder haben, jene, für die sexuelle Tierkontakte gleich wichtig sind wie Sexualkontakte mit Menschen, jene, die sexuelle Tierkontakte Sexualkontakten mit Menschen vorziehen und jene, die hauptsächlich sexuelle Tierkontakte haben und nur gelegentlich Sexualkontakte mit Menschen, einordnen.

Deswegen legte ich fest, daß meine Forschungsarbeit die Frage beantworten sollte: „Gibt es eine sexuelle Orientierung auf Tiere?“ Ich übernahm die Definition über sexuelle Orientierung von Francoer (1991) aus seinem Werk über Homosexualität, Heterosexualität und Bisexualität. Dieser Definition nach besteht sexuelle Orientierung aus drei interdependenten Aspekten: 1. Affektionale Orientierung – wer oder mit was wir uns emotionell verbinden; 2. Sexualphantastische Orientierung – mit wem oder was wir in unserer Phantasie Sex haben; 3. Erotische Orientierung – mit wem oder was wir vorzugsweise Sex haben.

Jetzt mußte ich Probanden finden. Nur hatte ich keine Vorstellung, wie ich das anfassen sollte. Ich hatte meinen Klienten, aber das war definitiv nicht genug. So begann ich, mit jedem darüber zu sprechen, der mir zuhören wollte. Ich setzte eine Annonce in The Wild Animal Revue. Ich machte einen Aushang am schwarzen Brett des Institute for Advanced Study for Human Sexuality. Ich schickte einen Brief an Mark Matthews, den Gründer der Zoophiliac Outreach Organization. Ich setzte eine Annonce in die Sexual Science, den Newsletter der Society for Scientific Study of Sexuality. Ich setzte eine Annonce in die Contemporary Sexuality, den Newsletter der American Association for Sex Educators, Counselors and Therapists (AASECT). Und vor allem setzte ich ein entsprechendes Posting im Internet in die Newsgroup alt.sex.bestiality.

Als ich im Juni 1996 zum Jahrestreffen der AASECT nach Baltimore, Maryland, fuhr, heftete ich auch dort einen Aushang ans schwarze Brett. Ein prominenter Sexualwissenschafter (von einer anderen Organisation) fühlte sich durch diesen Aushang verletzt und veranlaßte seine Entfernung. Dieser traurige Zwischenfall hatte am Ende doch sein Gutes: die Präsidentin der AASECT, zu dieser Zeit Dr. Judy Seifer, entschuldigte sich förmlich und wurde einer meiner Mentorinnen bei dieser Dissertation. Bevor der Aushang abgenommen wurde war er schon von einem Journalisten photographiert worden. Er tauchte dann schließlich im Baltimore City Paper vom 19 Juni 1996 als Teil eines Artikels von Motoyama über die oben angeführte Konferenz auf.

All diese Anzeigen besagten das Gleiche:

„Freiwillige gesucht … Jeder, der jemals eine sexuelle Beziehung zu einem Tier hatte… Um einen anonymen Fragebogen auszufüllen. Ich bin eine Doktorandin, die ihre Dissertation über Bestiality/Zoophilie schreibt. Ich glaube, daß dieses Thema nicht ausreichend erforscht ist, und daher ist es wichtig, etwas Licht in dieses Phänomen zu bringen. Besonders wichtig für Menschen, die mit diesem Thema Probleme haben und für ihre Psychologen/Therapeuten. Bitte rufen Sie mich an Wochentagen unter (meine Telefonnummer) an und fragen Sie nach Hani. Ich bin froh über jede Hilfe, die ich bekommen kann. Danke!“

Eines Tages bekam ich einen Telephonanruf von einer Frau, ich nenne sie hier Beverly. Sie sagte mir, daß sie von mir und meiner Studie von einem Freund im Internet gehört habe und daß sie mir gerne helfen würde. Ich war begeistert. Wir unterhielten uns ungefähr 10 Minuten lang und nun war ich beeindruckt. Sie war geschieden, hatte eine Tochter und einen Freund. Sie hörte sich sehr intelligent an und sie war Zoo. Sie sagte auch, daß sie viele Verbindungen in die zoo community habe und jeden bitten würde mich anzurufen. Ich konnte meine Aufregung kaum im Zaum halten.

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von einem Mann, ich will ich hier Jim nennen. Jim war Professor an einem College und ein enger Freund von Beverly. Sie lebten ungefähr 20 Minuten von einander entfernt. Wir sprachen vielleicht eine Stunde lang. Er hörte sich an wie ein netter kluger Junge, und ich genoß unsere Unterhaltung sehr. Dann rief Ted an. Er war Biologe und ein Freund von Jim. Auch er war ein Zoo, und ich fühlte mich himmlisch.

Ich traf mich mit Beverly zum Mittagessen. Sie kam mit ihrer Tochter und so konnten wir uns nicht über meine Arbeit unterhalten, aber wir sprachen über alles andere. Ich mochte sie wirklich. Weil ich damals noch keinen Zugang zum Internet hatte bot sie mir an, mit Freund und Laptop zu mir zu kommen und mich über ihren Account ins Internet zu bringen. Ihr Freund war ein sehr ansehnlicher Mann in den Dreißigern. Er war geschieden, Regierungsangestellter, Spitzen-Geheimnisträger und zoophil. Ich loggte mich das erste Mal in meinem Leben ins Internet ein und dort in einen Chatroom, wo eine ganze Meute Zoophiler schon auf mich wartete. Drei Stunden waren um, und ich hatte es noch nicht einmal bemerkt. Ich war außer mir.

Ich hätte nie erwartet, was dann geschah: aus der ganzen Welt riefen mich Zoophile an. Als ich mich zu dieser Studie entschlossen hatte, hatte ich erwartet, höchstens eine Handvoll tapfere Zoos zu finden und so was wie eine Fallstudie zu machen. Aber dann nahm über 160 Leute wegen dieser Arbeit Kontakt mit mir auf (3 hatten von mir durch das Baltimore City Paper erfahren) und die meisten von ihnen unterstützten und ermutigten mich sehr. Sie gratulierten mir zu der Idee, eine
wissenschaftliche Arbeit über sie zu machen und zeigten sich freudig erregt, an diesem Forschungsprojekt teilzunehmen. Manche von ihnen begann für mich zu sprechen und ihre Zoo-Freunde dazu zu bringen, teilzunehmen. Ein Zoo, Stasya, stellte mir seine Webseite zur Verfügung um meine Arbeit zu diskutieren und zu befürworten und gab meine Kontaktinformationen weiter. Nach einer Weile sprach die ganze zoo community im Internet über mich, und ich fühlte mich wie ein Star.

Manche der Zoos begannen, mich, einfach nur um zu plaudern, regelmäßig anzurufen. Ich freute mich über diesen Fortschritt, denn ich wollte eine vertrauensvolle Beziehung mit ihnen aufbauen und vielleicht noch mehr Teilnehmer für meine Arbeit durch sie bekommen. Aber was viel wichtiger war: ich genoß es, mit ihnen zu sprechen und fand sie sehr interessant. Ich war fasziniert von ihren Geschichten und oft auch von ihrer Weisheit. Als ihr Jahrestreffen herannahte, luden sie mich ein.

Ich wahr sehr geschmeichelt, denn jetzt wußte ich, daß sie mir vertrauten. Aber dennoch hatte ich gemischte Gefühle. Ich wollte ihnen nicht zu nahe kommen weil man dann denken könnte, ich sei selbst Zoo und/oder ein Freund von ihnen, und das hätte die Seriosität meiner Arbeit abgewertet. Aber anderseits, wie konnte ich mir so eine Gelegenheit entgehen lassen? Ich entschloß mich hinzugehen. Es wurde ein tiefgründiges Wochenende. Es öffnete mir die Tür in eine geheime Welt, bevölkert von unterhaltsamen, intelligenten Leuten, die ein Sexualverhalten lebten, daß der größte Teil unserer heutigen Gesellschaft mit Abscheu betrachtet. Einmal aus dem Schatten herausgetreten, hießen sie mich bei ihrem Treffen willkommen, und obwohl ich ein Forscher war öffneten sie sich mir, nur mit der Erwartung, daß ich eines Tages objektiv meine Erkenntnisse einer größeren Bevölkerungsgruppe berichten möge.

Beverly holte mich vom Flughafen mit drei anderen Zoos ab, und nachdem wir kurz bei ihr vorbei gefahren waren ging es zu Jims Haus, wo das Treffen stattfand. Jim wohnte in einer ländlichen Gegend. Er hatte einige Pferde, einen Esel, zwei Lamas und ein paar Hunde. Ich traf ungefähr 50 Zoos aus dem ganzen Land. Manche kamen mit ihren Partnern, und überall, wo ich hintrat, lagen große Hunde herum. Alle waren nett und höflich. Die Leute unterstützten mich wo es ging und waren kooperativ (nachdem sie sich von meinen Absichten, meiner Vertrauenswürdigkeit und daß ich kein Zoo war, überzeugt hatten). Alles in allem fand ich mich wieder in der Gesellschaft von interessanten und freundlichen Menschen, und wir verbrachten das Wochenende mit Gesprächen über Zoophilie und allgemeine Themen, sahen uns (normale) Filme an, spielten Karten und andere Spiele, gingen spazieren, kochten, lachten und hatten viel Spaß. Als ich nach Hause kam hatte ich eine lange Liste neuer Freiwilliger für meine Studie und wußte viel mehr über Zoophilie und Zoophile als vorher.

Als ich auf dem Treffen war, im Mai 1996, nahm ich die Gelegenheit wahr zwei Konzeptgruppen zu leiten. In solch einer Gruppe führen die Teilnehmer eine offene Diskussion über ein bestimmtes Thema, in diesem Fall Bestiality und Zoophilie. Es ist eine Art Brainstorming, und ich benutzte es, um Ideen zu sammeln, wonach ich in meinem Fragebogen fragen könnte.

Die erste Gruppe saß eine Stunde zusammen und bestand aus 13 Männern. Die zweite Gruppe arbeitete 1 1/2 Stunden und bestand aus 11 Männern und einer Frau. Jeder Teilnehmer unterschrieb eine Einverständniserklärung die mir erlaubte die Diskussion aufzunehmen und ihre Beiträge anonym in meinem Buch zu verwenden. Ich würde Ihnen gerne einige ihrer Beiträge zugänglich machen, so daß Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie diese Zoophilen denken und was sie beschäftigt.

Ich begann die Diskussion, indem ich fragte: „Was glaubt ihr ist Bestiality, und was ist Zoophilie? Gibt es da einen Unterschied und was ist der Unterschied, falls es einen gibt?“

– „Ich denke, es gibt ganz klar einen Unterschied zwischen Bestiality und Zoophilie… Zoophile sind gefühlsmäßig mehr an ihre Tiere gebunden als es ein Bestialist jemals sein könnte. Ein Zoophiler wird das Tier, mit dem er zusammen ist, als ein gleichwertiges Gegenüber betrachten. Ein Bestialist wird vielleicht das Tier als Begleiter nehmen sich gut darum kümmern, aber es hätte für ihn nicht die gleiche emotionale Wertigkeit wie für einen Zoophilen.“

– „Ich würde sagen, daß sich Bestiality auf den Akt selber bezieht und nur auf den Akt, ungeachtet der Umstände. Zoophilie ist alles jenseits des Aktes an sich, die Gedanken, viele Gefühle, die Bewertng, ob man es tun sollte oder nicht, und solche Dinge. Zoophilie beschreibt eine Person. Bestiality beschreibt eine Handlung.

– „Ich würde sagen, es ist der Unterschied zwischen einer zärtlichen Beziehung und dem reinen Benutzen des Tieres zur Befriedigung. Die Bestialisten benutzen das Tier aus meiner Sicht nur für die sexuelle Befriedigung. Vielleicht kümmern sie sich darum, aber sie behandeln es wie ein Sexspielzeug. Es hat für sie die Wertigkeit, als wenn sie eine Puppe benutzen oder zu einer Prostituierten gehen würden. Wohingegen eine zoophile Beziehung mehr ist. Es ist eine Ehe, in jeder Bedeutung des Wortes.

– „Wenn mein Hund Sex will, dann masturbiere ich ihn und das war es… Ich bin kein Sexmonster oder sowas. Wenn mein Hund wirklich Sex will, dann gebe ich ihm diese Befriedigung, aber meine Beziehung zu ihm basiert auf Liebe. Es sind Liebesgefühle – bei ihm zu sein, sich einfach ich an ihn schmiegen zu können, seinen Bauch zu kraulen, alle Laute zu hören, die er machen kann, oder ein süßer Blick. Alles an ihm. Ich bin in jeden Teil seines Körpers verliebt, in alles, was er jemals getan hat…“

– „Der Hund hat mir gezeigt, daß ich es wirklich genieße, ihm Freude zu geben. Ihn zu befriedigen, nicht notwendigerweise als ein Akt der Unterwerfung, manchmal vielleicht auch, aber ich denke das Geben von Befriedigung ist eine wirkliche, eine der unverkennbaren Eigenschaften eines Zoophilen, und daß wir es genießen, sie glücklich zu machen. Wir genießen, ihnen sexuelle Befriedigung zu verschaffen, wir genießen, ihnen Wohlbefinden zu geben durch Streicheln und so, und wir genießen, ihnen die Kameradschaft zu geben, die sie brauchen, als wenn sie in einem Rudel oder einer Herde wären… da wir ihnen nahe sind und mit ihnen eine Beziehung dieser Art eingegangen sind, können wir ihre Bedürfnisse erfühlen, und dazu fähig zu sein ist wirklich großes Privileg und Freude.“

– „Was ist der Unterschied zwischen einer Person, die Liebe macht und einer Person, die nur Sex macht? Selbst unter Zoophilen ist es möglich, Sex zu haben ohne verliebt zu sein, und so ist es schwierig auszumachen, wo Zoophilie endet und jemand, der nur Bestiality macht, den sexuellen Akt, anfängt. Wirklich wissen können das nur die Gefühle dieser Person.“

– „Richtig, denn es gibt Leute, die zoophil sind wie ich, die ab und an Affären oder Geschlechtsverkehr mit Wesen haben, die sie vielleicht vorher nie getroffen oder gar nicht kennengelernt haben.“

– „Das sind künstliche Definitionen. Es gibt Unterteilungen innerhalb der community. Leute wollen sich abgrenzen. Also etwas, von dem ich mich abgrenzen will, ist auf jeden Fall der Mißbrauch von Tieren. OK? Zoophile wollen im allgemeinen nichts damit zu tun haben. Die meisten von uns hier, da bin ich sicher, würden sich als Zoos bezeichnen. Wie viele von Euch haben jemals fence gehoppt? Seid Ihr weniger Zoos? Seid ihr jetzt Bestialists, weil Ihr fence gehoppt habt?“

An den dem Punkt mußte ich fragen: „was heißt ‚fence hopped?‘“

– „Über den Zaun gesprungen in der Nacht um…“

– „Man kann ja nun nicht gerade bei einem Farmer anklopfen und sagen: „Ich würde gerne ihre Stute zu einem Rendezvous mitnehmen.“ (Gelächter).

– „Zoophilie ist so etwas wie ein fortschreitender Prozeß. Wenn man jung ist kochen die Hormone… und der gefühlsmäßige Anteil entwickelt erst sich im Laufe der Zeit.“

– „Das hört sich an wie bei jedem anderen auch, ich meine, wie normale durchschnittliche heterosexuelle Oberschüler, wenn sie alle zusammen sind.“

– „Meinem Gefühl nach muß Zoophilie nicht unbedingt Sex mit einschließen, z.B. wie bei mir und meinem Hund. Ich meine, ich halte mich selbst für einen Zoo aber ich muß nicht unbedingt Sex mit meinem Hund haben. Ich liebe ihn mehr als alles im Universum, ich halte ihn für meinen Geliebten und wir sind Gefährten. Ich würde alles für ihn tun. Er ist einfach Alles in meinem Leben, so daß ich meine, daß es nicht zu mehr als zu Masturbation kommen wird. Und wenn es dazu kommt, fängt er damit an. Die Sexualität ist eigentlich kein Teil meines Gefühls. Es ist etwas, das er will und er ist es auch, der damit angefangen hat. Und ich halte das auch nicht für den Hauptaspekt meines Zoo-seins.“

– „Ich denke, wir sind gerade dabei, uns zu definieren. Jetzt wo wir wissen, daß es eine Gruppe von uns gibt, die viele von uns vor vielleicht drei – vier Jahren gebildet haben, jetzt schlagen wir uns mit der Nomenklatur herum.“

– „Das beste Wort, das wohl geprägt werden wird, ist zoosexuell, weil es all diese Argumente nimmt und sie aus dem Fenster wirft.“

– „Zoosexuell beinhaltet eigentlich alles, worüber wir gesprochen haben.“

– „Es ist ein Lifestyle.“

– „Ein Teil des Problems ist wohl, daß… Zoophilie sind, die Verteilung der Zoophilen ist ein perfekter Querschnitt durch die ganze Weltbevölkerung, oder wenigstens durch die Bevölkerung diesen Landes. Es gibt Zoophile in jedem Lebensumfeld.“

– „Das bringt uns zu einem anderen Punkt: daß die meisten Zoos, wenigstens in meinem eigenen Fall war es so, aber ich bin mir sicher, bei vielen anderen auch, man neigt dazu, sich selbst als einen absolut Perversen zu sehen, weil… es so gut wie unmöglich ist, andere zu finden. Wir alle hier hatten ausgesprochenes Glück, eine ganze Gruppe von Leuten zu finden, die wie wir sind [durch das Internet]. Ich finde es abscheulich, daran zu denken, wie viele Menschen durch ihr ganzes Leben gehen ohne jemals zu bemerken, daß es auch andere gibt.“

– „Es ist wirklich ein gutes Gefühl, andere zu finden… lange Zeit war es, nun ich habe Gefühle, ich bin nicht sicher, wie ich mit ihnen umgehen soll, und dann lese ich einen Teil von einem Buch. Es ist wie ‚Wow es muß andere Leute da draußen geben‘. Aber dann stellte sich mir ein Problem: ich hatte keine Möglichkeit, mit ihnen in Kontakt zu treten. Man kann sich ja schließlich nicht einfach einen Button anstecken wo draufsteht „Hi ich bin Zoophil“ weißt Du (Gelächter). Durch das Internet kann man mit Leuten zusammenkommen und mit ihnen eine Weile reden und dann feststellen, daß man nicht alleine ist. Das ist sehr tröstlich. Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, wie viele Leute ihre Leben leben oder vielleicht ihr Leben verlieren, weil sie vielleicht nicht damit leben können, Zoo zu sein. Das passiert auch vielen Homosexuellen, und nicht fähig zu sein damit umzugehen, ein Zoo zu sein, könnte das selbe Resultat haben… Es ist schon hart. Es ist ein Horrortrip, mit dieser Sexualität ins Reine zu kommen. Es ist nicht leicht, und dann ist da all der Kram, den die Gesellschaft Dir unterschiebt, und überhaupt die Situation, daß man im Verborgenen lebt und sich nur wenigen offenbaren kann, ich meine, Du kannst froh sein, wenn Du Dich Freunden gegenüber outen kannst…“

– „Es kann eine unglaublich lebensverändernde Erfahrung sein… wenn Du das erste Mal über Leute liest, die wie Du sind, wenn Du das erste Mal mit ihnen Online redest, wenn Du das erste Mal mit jemand am Telephon redest, wenn Du sie das erste Mal triffst. Das ist die Wirklichkeit, Du bist wirklich da, Du bist wirklich wie ich! Es ist eine verblüffende Enthüllung…“

– „Dank dem Internet trifft man Leute und stellt fest, daß es wirklich keine Krankheit ist. Es ist eine Art zu leben, und das ist gut zu wissen.“

– „Genau. Wie ich herausfand, daß es andere Zoos gab und mit ihnen beiläufig gesprochen habe, habe ich festgestellt, daß es die un-verrücktesten Leute sind, die ich jemals in meinem Leben getroffen habe.“

– „Es hat eine große Anzahl, eine wirklich große Menge Menschen gegeben, die das herausgefunden haben.“

– „Ungefähr 700.“

– „[Name einer Person] ist jemand, der eine Webseite ins Netz gestellt hat, die sich mit Zoophilie und ähnlichen Themen beschäftigt, und er hat einige Stories, Fakten und Faktensammlungen darauf…“

– „Auf einer Webseite kommt man viel leichter daran…“

– „Du mußt mit niemanden sprechen, es ist einfach da. Ich hatte auch eine ins Netz gestellt, und auf die kamen im Durchschnitt 200 Zugriffe am Tag aus der ganzen Welt.“

– „[Name einer Person] hatte so viele [Zugriffe], daß er den Zähler runternehmen mußte, die Zugriffe aus seine Seite haben 60 Prozent seiner T1-Bandbreite belegt.“

– „Ich glaube, er sagte 10000…“

– „Anscheinend ist dort draußen ein unwahrscheinliches Interesse. Ob das jetzt alle Voyeure sind, die nach dem letzten Kick suchen oder die sich aufregen oder die sich aufgeilen wollen… aber in diesen großen Haufen Leute, die es da gibt, die nicht wissen, was es ist und die einen zufälligen Verweis irgendwo sehen und nachgucken, da werden immer ein paar sein, die das Ganze sehr ernst sehen wie wir, die tatsächlich hingehen und mit jemanden reden, oder die sich ein bißchen dort umtun, eine Weile in Newsgroups lesen, dann ein bißchen mehr Mut bekommen und in einen Talker gehen, dort mit ein paar Leuten reden, und die dann vielleicht hierher kommen und mit uns Irren herumhängen.“

– „Ja, ich bin sicher, für jeden von uns, der in so eine Gruppe wie diese kommt, gibt es vielleicht 40, die das nie wagen würden…“

– „Man hat ja auch viel zu verlieren… Falls es hier wirklich irgendwelche Spitzel oder Erpresser gäbe… Es kann so viel danebengehen… Wenn man denkt, wie viele Leute ihre Kariere dabei Spiel setzen…“

– „Wenn man das Internet betrachtet ergibt sich da eine Illusion, der auch ich eine Weile lang aufgesessen bin. Weil als ich vor zwei Jahren ins Netz kam war das Netz noch anders als heute, und die Leute dort schienen viel schlauer zu sein. Aber wo es jetzt mit AOL und Net Access immer leichter wird, und wo man nicht mehr besonders intelligent oder ein Computerfachmann sein muß, um Online zu gehen, da beginnen wir zu sehen, daß es sich wirklich um einen Querschnitt durch die Gesellschaft handelt, daß es [Bestiality] kein Phänomen von besonders intelligenten Leuten, Comuterfreaks oder sowas, ist … und ich stelle fest, daß es fast enttäuschend ist, wie diese Illusion sich auflöst, daß wir vielleicht alle etwas klüger oder kreativer als der Durchschnitt wären. Je mehr ich mit Zoos spreche, je mehr Zoos ich online treffe, um so mehr stelle ich fest, daß wir einfach Leute sind wie alle anderen auch.“

– „Ja wir waren kein repräsentativer Querschnitt. Weißt Du, vor ein paar Jahren, da mußte jeder, der im Internet war, eine kluge Person sein. Man mußte sich mit Computern und allen drum und dran auskennen. Ich war überzeugt, daß Zoophile tendenziell intelligenter als der Durchschnitt seien.“

– „Ich kenne zwei Schwarze und drei Asiaten, und alle möchten nicht an die Öffentlichkeit treten.“

– „Wenn man Parallelen zur Schwulencommunity zieht… Wo ich das erste Mal dort war, [ein Chatroom der sich „bearish demons“ nennt], traf ich einen schwarzen, bärtigen Schwulen und fragte ihn: ‚Wie kommt es, daß es so wenig schwarze, bärtige Schwule gibt?‘ und er sagte: ‚es gibt genug schwarze, bärtige Schwule, aber sie reden nicht mit dir‘. Ja und warum nicht?‘ ‚Weil du weiß bist‘. Und so gibt es eine allgemeine Tendenz bei den ethnischen Gruppen, sich nicht zu vermischen… Also es mag sein, daß es da auch Schwarze gibt, aber… Es kann sein, daß sie sich entfremdet fühlen… Sie sind Zoos und wir sind Zoos, aber trotzdem können wir nicht zusammenkommen.“

– „Es ist interessant ich habe fünf afro-amerikanische Zoos kennengelernt, weil jeder meint, mein Netname „Black“ bedeutet, daß ich schwarz bin… Also höre ich mehr von Afro-amerikanern.“

– „Ich erlebe das gleiche. Mein Netname, den ich mir ausgesucht habe, hört sich sehr ethnisch, sehr schwarz an… Und so bekomme ich viel Kontakt zu schwarzen Leuten.“

– „Ich glaube, es gibt eine genauso große Anzahl von Frauen, nur sind sie viel stiller [Im Internet].“

– „Ich denke im großen und ganzen daß in unserer Gesellschaft Frauen, die eine andere Sexualität haben, viel härter von den Leuten behandelt werden als Männer. Sie geben es nicht zu. Sie tendieren vielmehr dazu, das Ganze zu verbergen und sind weniger bereit oder fähig, darüber zu sprechen als Männer.“

– „Und dann kommt noch dazu, daß die meisten von uns sich durch das Netz kennengelernt haben, und da gibt es nun mal weniger Frauen. Viele Frauen gehen ins Netz und dann bekommen sie Angst. Es ist nämlich sehr oft so, daß die Leute gefragt werden ‚Ich will eine Frau da beobachten wie sie es mit einem Tier treibt‘. Es kommt so oft vor, daß es schon nervt. Ich weiß, daß ich darüber verletzt und verärgert bin. ‚Ja ich ruf dich dann an, wenn da ein Tier ist, das wirklich sexy ist‘… Das geht Dich überhaupt nichts an! Weil sie nehmen an, daß jeder, der es mit einem Tier tut, keine Problem damit hat, gedemütigt zu werden.“

– „Es erscheinen zunehmend mehr Frauen im Netz, und so kommen sie auch zu diesen Treffen – – es sind ja einige hier, z.B. ist da Goldie, die überhaupt kein Zoo ist aber hier mit uns sitzt, weil sie einfach denkt wir wären cool…“

– „Aber es gibt immer noch eine ganze Menge Frauen, die sich nicht wohl dabei fühlen, darüber zu sprechen… Vielleicht im Chat, aber sie [weibliche Zoos] würden nie öffentlich darüber sprechen. Sie müssen vorsichtiger sein, und sie tun auch gut daran, weil es gibt haufenweise geile Männer da online – 60 % Armleuchter…“

– „Es gibt viel mehr [weibliche Zoos] dort draußen, als unser Gruppe hier zeigt. Das können die meisten von uns schon durch persönliche e-mail bestätigen.“

– Die weibliche Teilnehmerin sagte: „Frauen kommen rein [ins Internet] und dann gehen sie wieder raus. Und ich denke, das ist nur deswegen, weil Frauen nicht so sehr über Sexualität sprechen und über den Sex, den sie haben. Die meisten von euch Jungs hier kennen keine persönlichen intimen Details von meinem Sexleben, weil ich sie einfach nicht erzähle…“

– „Wir glauben, daß es viel mehr Frauen gibt. Vielleicht Hausfrauen, die mit ihren Haustieren was anfangen, als man zu träumen wagt. Ich denke, daß es viele verborgen zoophile Menschen gibt, und wenn ich an die denke, die das Internet nicht benutzen und es auch nie benutzen werden… Es gibt vielleicht viele, von denen wir nie erfahren werden, weil es so ein Tabu ist.“

– „Wir brauchen verläßliche Untersuchungen… Etwas, wo Forschung gemacht wurde… Wir müssen sagen können ‚es ist akzeptiert, es existiert, es ist real und wir machen uns da selber nichts vor…‘ Und noch etwas, was ich als einen gemeinsamen Wesenszug gesehen habe, ist, daß wir die einzige Gruppe sind, die ich jemals als Gruppe gesehen habe, die sich vehement dagegen wehrt, neue Leute zu gewinnen. Wir erreichen nicht genug Leute. Ich bin sogar schon so weit gegangen, Leute zu entmutigen, wenn ich das Gefühl hatte, der Andere hat nur eine sexuelle Phantasie. Dann sage ich ihm das auch ‚geh und kauf Dir eine Aufblaspuppe oder geh zu einer Prostituierten.‘ Du weist doch, ruck zuck fertig… Und wenn ich dieses Gefühl bei jemand bekomme, entmutige ich ihn, weil es darum nicht geht. Es geht um mehr. Es geht um eine Verpflichtung, eine stärkere Verpflichtung als zur Ehe. Weil Du nicht einfach weggehen kannst. Sie würden es nicht verstehen.“

– „Und es war schwer für mich, weil ich weiß, das ich nach 1 1/2 Wochen wiederkomme zu Hunden, die nicht gewöhnt sind, daß ich weg bin. Ich habe seit drei Jahren keinen Urlaub von einer Woche genommen. Im Gegenteil, wir waren fast andauernd zusammen.“

– „Ich bin nie einen Tag von meiner Geliebten getrennt gewesen…“

– „Es muß sicherlich gesagt werden, daß es endlose Parallelen gibt zwischen Zoophilen in der amerikanischen Gesellschaft und Homosexuellen in der amerikanischen Gesellschaft… Wir gehen genau den gleichen Weg, Schritt um Schritt, den die Schwulen gegangen sind. Außer, daß wir viel weiter zurück sind. Ja, es gibt da Vorurteile. Wenn Du ein paar Jahrzehnte zurückgehst, da waren z.B. alle Schwulen Transvestiten…“

– „Oder Kinderschänder.“

– „Ja richtig, Kinderschänder. Ich kann mich erinnern, in meiner Kindheit, in den 70er Jahren, wie ich bei Ann Landers gelesen habe: ‚Ich habe herausgefunden, daß mein Babysitter eine Lesbe ist. Muß ich mir jetzt Sorgen machen um die Sicherheit meiner Kinder?‘ Und sicher, es mag schwer sein sich vorzustellen, daß jemand so etwas geglaubt hat, aber Menschen hören von jemand, der solche Sachen macht, und dann…“

– „Aus irgendeinem Grund ist es immer das gleiche Denkmuster… Ich scheine am meisten dieses Bild zu bekommen von jemandem, der eine Ziege vergewaltigt, Ich weiß nicht, warum ausgerechnet eine Ziege. Aus irgendeinem Grund stellen sich die Leute immer diesen sabbernden Irren vor, der einer fliehenden Ziege hinterherpoltert…“

– „Nochmal zu diesen Stereotypen… Nicht-Zoos online… nehmen automatisch an, weil ich männlich bin, daß ich auch ein heterosexueller Zoo bin. Sobald du ein Mann bist, bist Du automatisch hinter Schafen oder Ziegen hinterher. Und ich hatte viele Ziegen, aber es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, daß der Mensch dabei in der passiven Rolle sein könnte.“

– „Viele Leute sagen ‚wie kann man nur ein Tier mißbrauchen? Ich denke, ein Tier hat keine Wahl, wenn Du über es kommst.‘ Nun, ohne in die Einzelheiten zu gehen, wenn ich mich vorn überbeuge und er draufspringt, dann ist das wie, nun, ja ich halte ihm ja keine Kanone unter die Nase und sage ‚du machst das aber jetzt‘“ (Gelächter).

– „Aber die Leute werden sagen ‚Ja, aber ihr nutzt das arme Wesen doch nur aus, es folgt doch nur seinem Instinkt.‘ Und darauf antworte ich immer ‚Ja, aber wie würden Sie es bezeichnen, wenn Menschen es tun? Da ist es doch auch Instinkt!‘“

– „Ich habe mal in einer Diskussion einen Nicht-Zoo sagen hören ‚Ihr habt das Tier doch nur trainiert, damit es sich überhaupt für Euch interessiert.‘ Und dann sagte derjenige noch‚ daß das Tier eingeschläfert werden sollte.“

– „Also ich kann mich für die Tugendhaftigkeit meines Esels verbürgen!“ (Gelächter).

– „Also ich würde sagen, die Ignoranz, die manche dieser Leute an den Tag legen, übersteigt sogar noch die, die man den Schwulen gegenüber zeigt. Weil es ist schon bemerkenswert, wieviel Ignoranz den Zoophilen entgegengebracht wird…“

– „Ab und zu beschimpft man uns im Internet. Jemand sagt ‚Ihr Verrückten, ist Euch denn nicht klar, was für ein monströses Mutantenwesen aus so einer unheiligen Vereinigung entstehen kann?‘“ (Gelächter)

– „Und dann setzt Du dich hin und erklärst denen die Zusammenhänge zwischen Chromosomenzahlen und Genetik und sagst, wenn einer von uns so ein Baby haben könnte, dann wären wir jetzt schon steinreich durch die Auftritte in den Fernsehsendungen.‘“

– „Und dann hätten wir keine Zeit mehr wegen der vielen Kinder (Gelächter)!“

– „Es [Sex mit Tieren zu haben] ist nicht gewöhnlich, aber natürlich.“

– „Da könnt man auch sagen, daß Albinismus unnatürlich wäre. Es passiert zwar nicht oft, aber ab und zu.“

– „Bestiality wird in den Medien immer tendenziell oberflächlich oder lächerlich dargestellt.“

– „Ich denke, daß einer der Gründe dafür ist, daß niemand wirklich glaubt, jemand, der noch halbwegs bei Verstand ist, würde so etwas tun. Das sehen wir oft, wenn Leute ins Netz kommen [und sagen] ‚Meint ihr das ernst? Macht ihr das wirklich? Ich dachte, das wäre ein Witz!‘“

– „Ja das passiert oft… Entweder sie sagen ‚Habt ihr Bilder‘ oder sie sagen ‚Das ist aber wirklich abartig‘ oder sie sagen ‚Ihr seid doch alle krank!‘“

– „Für manche Leute sind wir zum Aufgeilen da, für manche sind wir zum Lachen und einige von uns haben das wirklich satt. Wir wollen als eine von vielen sexuellen Orientierungen anerkannt werden. Das wollen wir.“

– „In den Medien habe ich uns nur gesehen, wenn jemand irgenwelchen Ärger bekommen hat. Und immer bekommen die Vergewaltiger die Präsenz in den Medien… die Vergewaltiger, die die Tiere mißbrauchen… die, die geschnappt werden sind die, von denen die Leute dann erfahren.“

– „Ausnahmslos… benutzen die Medien den Begriff… ‚hat das Tier sexuell mißbraucht‘. Immer. Jedes Mal von neuem.

– „Ein Zoophiler wird dargestellt als ein Bestialist, der bei Gelegenheit so was wie ein Vergewaltiger wird. Einer der rausgeht und Leute bei McDonalds erschießt, oder ein Pädophiler. Weil sie immer mit Studien ankommen, die besagen, daß der Mensch, der gerade 20 Leute bei McDonalds erschossen hat, auch ein Bestialist war. Oder, wenn man weiß, er ist ein Pädophiler, dann hat er seine Karriere mit Tieren begonnen.“

– „Man muß auch an die Gruppen denken wie die Humane Society, der SPCA, PETA. [Das sind amerikanische Tierschutz- und Tierrechts-Organisationen]. Die würden am liebsten unsere Köpfe in Formalin sehen, oder auf einen Silbertablett…“

– „Deren Ziel ist es, die gesamten Vereinigten Staaten umzukrempeln und Gesetze zu veranlassen, die vorschreiben, daß jedes Tier in Privatbesitz kastriert werden muß. Genau das ist ihr erklärtes Ziel.“

– „Da gibt es noch einen Aspekt und das ist bei der Humane Society gar nicht mal so selten, da wird im vermeintlichen Interesse des Tieres gesagt: ‚Das Tier hat gelernt, Sex mit Menschen zu haben. Es kann niemals wieder ein Haustier sein.‘ Und dann bringen sie es um. Schlicht und brutal sie bringen es um.“

– „Ich denke, da gibt es noch einen Aspekt wo es eher akzeptiert wird. Das ist eines dieser Dinge die Jugendliche tun und dann darüber hinauswachsen. Und es ist ok, wenn man jung ist, aber dann wenn man älter wird, ist man plötzlich ein Asozialer. Ich erinnere mich noch, wie ich darauf gewartet habe während ich 17,18,19,20,21 wurde, daß ich endlich aus dieser Phase herauswachse (Gelächter).“

– „Na, ich weiß auch nicht, was mit der Kinsey Untersuchung nicht stimmt, aber es ist die einzige Studie, die ich überhaupt kenne…“

– „Ja mit dem Kinsey hatten sie ein Problem, weil er seine Daten von Interviews mit Kinderschändern bekam.“

– „Immer, wenn man einen Artikel über die Probleme und die Scheußlichkeiten des Internet sieht, worüber schreiben die dann?“

– „Bestiality und Pädophilie.“

– „Ich habe beobachtet, daß wir unsere tierischen Partner als Erwachsene ansehen, das bedeutet, es ist ein Kontakt zwischen Erwachsenen… Pädophilie ist abscheulich, vielleicht für uns noch mehr als für den Durchschnittsmenschen, weil es da nicht um erwachsene Wesen geht.“

– „Zum Beispiel meine beiden Pferde, mit denen habe ich versucht Dinge zu tun, die sie nicht mochten, und sie haben mir gezeigt, daß sie sie nicht mochten. Ich meine… ihre Ohren gingen zurück, weißt Du, sie fühlten sich nicht wohl, sie wurden unruhig. Im Grunde, was ich sagen will, ich wollte der Herr sein über meine beiden Pferde. Meinen Pferde haben das aber nicht erlaubt. Es gab eine Zeit, vor Jahren, da muß ich zugeben, da hätte ich trotzdem weitergemacht, aber je älter ich wurde, je reifer ich wurde, je mehr ich meinen Lebensstil akzeptieren konnte, umso mehr wurde ich sensibler den Bedürfnissen meiner tierischen Geliebten gegenüber… Ich habe nie versucht, irgendwas mit meinen Tieren zu tun, von dem ich den Eindruck hatte, daß es sie in irgendeiner Art und Weise verletzt hätte.“

– „Ein Hund hat auch eine ziemlich radikale Art nein zu sagen, und zwar mit zwei Reihen sehr scharfer Zähne…“

– „(Wenn) sie nicht interessiert sind, dann braucht es eine verständnisvolle Person, die dann nicht weiter macht. Weil weitermachen könnte jeder… Übe nur genug Gewalt auf das Tier aus… Aber dann ist man ja ein Bestialist. Ein Zoo würde sehen, daß das Tier nicht weitermachen will und aufhören. Und das kann frustrierend sein weil man selber ist erregt, und dann braucht es wirklich eine starke Persönlichkeit zu sagen‚ Ok, das Tier sagt nein und wenn ich jetzt weitermachen würde wäre das Vergewaltigung.‘“

– „Es ist einfach ein Faktum, daß wenn das Tier es wirklich ernst meint, dann können sie wirklich mehr als deutlich zeigen, daß sie nicht sehr interessiert sind. Da hat dann der Hund, wie Du so schön sagst, zwei Reihen sehr scharfe Zähne, und das Pferd hat einen guten gesunden Satz Zähne und mächtig scharfe Hufe, ganz abgesehen davon ist es mindestens viermal so schwer wie Du, mindestens 200 Kilo… Ich wurde mal von einem Wallach gegen den Oberschenkel getreten… Wenn ich meinen Kopf unten gehabt hätte, dann hätte er mich voll an die Birne getroffen und ich hätte jetzt einen Hirnschaden. Ja dann wäre ich jetzt plem plem…“

Ich fragte dann nach dem Unterschied zwischen Kindern und Tieren, was den Sex betrifft.

– „Kinder sind nicht erwachsen.“

– „Für mich ist es ein Austausch mit einem reifen Erwachsenen einer anderen Spezies, der mit mir auf einer Ebene steht. Ich sehe ein Tier nicht als geringer an oder mich als höher, und ein Kind, jedes unreife Wesen, sei es ein Kind oder ein noch nicht erwachsenes Tier, hat nicht die geistige Ausstattung, die Nervenbahnen, wie immer Du es auch nennen willst, sie sind noch nicht genug entwickelt, um eine tragfähige Entscheidung zu fällen.“

– „Ja, ich stimme Dir zu daß Tiere das sind, ich sehe ein Tier auch als mir gleich an…“

– „Wie kann man ein Kind als ein entscheidungsfähiges Gleiches ansehen? Wenn sie nicht fähig sind etwas zu tun, was man eine begründete Entscheidung nennt, dann sollte man sich überhaupt nicht mit ihnen beschäftigen. Ob sie nun 4 sind oder 40.“

– „Nochmal zu der Humane Society zurück: aus irgendeinem, nicht nachvollziehbaren Grund sehen sie Tiere als Kinder an…“

– „Und sobald sie das sagen bringen sie uns aus dem Konzept, weil es sehr schwierig ist auszudrücken, daß Kinder nur Kinder sind, und Tiere verdammnochmal nicht! OK? Sie sind keine Menschen, und Leute, die das auf eine Ebene stellen wollen, die beleidigen das Tier, weil zum Beispiel sie vergleichen ein Pferd, einen Hengst wie …, meinen Geliebten, sie vergleichen ihn mit einem Kind, das nicht weiß, was los ist…“

– „Und denken wir daran, es gibt noch einen Grund, Kinder mit Tieren gleichzusetzen: Kinder sind ein hervorragendes politisches Mittel, eine Medienwaffe…“

– „Ja und die Humane Society, wenn sie Tiere mit Kindern vergleicht, dann möchte ich mal hören was sie sagen, wenn Leute Kinder fressen (Gelächter).“

– „Ich denke, je länger ich Vegetarier bin, umso verbitterter werde ich. Ich weiß nicht wieso, aber wenn ich jemanden Fleisch essen sehe, dann stelle ich mir zwar nicht unbedingt vor, daß das mein Geliebter wäre, aber es war ein Lebewesen mit Bewußtsein, das so reagieren konnte wie wir es gerade besprochen haben und Liebe erlebt hat…“

– „Es läuft eigentlich immer wieder auf die Unterstellung hinaus, daß Menschen, die Sex mit Tieren haben, diese sabbernden Idioten sind, die sich nicht beherrschen können. Ich habe mal mit einem Freund zusammen Mittag gegessen und mich mit ihm unterhalten, wie gerne ich doch einen Job in dem Reitstall in der Stadt haben würde, und er sagte: ‚Und willst Du dem Besitzer sagen, daß Du Sex mit Tieren hast?‘ Und ich sagte ‚Nein, natürlich nicht‘ und er dann ‚aber das mußt Du doch‘ und ich fragte ‚warum‘ und er: ‚Du mußt ihn doch warnen, daß Du Sex mit Tieren hast‘ und ich sagte: ‚Wie kommst Du darauf, daß ich mit seinen Tieren Sex haben will?'“

– „Es gibt haufenweise männliche Gynäkologen mit weiblichen Patienten, aber mich hat man aus meinem letzten Job bei einer Tierklinik rausgeschmissen, weil ich zoophil bin. Das einzige Schaf, das ich angerührt habe, ist von mir aus medizinischen Gründen mit Desinfektionslösung eingeschmiert worden. Ich habe nie etwas Sexuelles mit einem Tier dort gemacht. Aber ich habe meinen Job verloren wegen meiner sexuellen Orientierung, obwohl ich nie irgendwelche sexuellen Handlungen dort gemacht habe.“

– „Da gibt es noch einen ganz anderen Punkt: Wenn man in einem Stall oder in einer sonstigen Situation mit einer Menge Tiere um sich herum ist, dann muß das nicht unbedingt bedeuten, daß man jedes von ihnen attraktiv findet. Ich sehe haufenweise Hunde auf dem Platz herumlaufen, und viele finde ich attraktiv, aber viele auch nicht…“

– „…ich lebe nun schon mein ganzes Leben als exklusiver Zoo, und was das Erklären angeht, so habe ich mich schon meiner Schwester gegenüber geoutet, und mein Gott, sie setzte sich hin und rauchte 4 Zigaretten am Stück. Ich habe die ganze Nacht gezittert, aber sie verstand mich und sie sagte, daß sie mich trotzdem noch liebt. Aber ich sollte das bloß nicht meinen Eltern erzählen. Hani, ich habe diesen fürchterlichen Fehler gemacht und Deine Annonce, wo Du Freiwillige suchst, ausgedruckt. Und dann habe ich jemanden besucht, meine Eltern kamen zu mir zum Putzen und haben ihn gefunden.“

– „Oh Scheiße!“

– „Ich wage gar nicht daran zu denken was los wäre, wenn jemand in meinen Computer sehen würde.“

– „Mein Freund hatte Glück, er hatte einen Psychiater, der dem Richter erzählte, daß nichts Schlimmes daran ist [Sex mit Tieren zu haben]… Er kam mit Bewährung davon, mußte aber Sozialstunden ableisten, verlor seinen Job beim Staat, sein Pferd, und seine Karriere war ruiniert.“

– „Ich … war in Therapie, als ich 14 war. Ich wurde gleich mit 14 erwischt, da fiel ich noch unters Jugendstrafrecht und bekam Bewährung…ich bin von zu Hause weggelaufen, nachdem ich erwischt worden war, wie ich mit verschiedenen Deutschen Schäferhunden Sex hatte. Und der Therapeut…war absolut neutral…wir arbeiteten an der Erforschung der Ursachen…es war ein sehr positives Erlebnis. Und dann hatte ich ein anderes Erlebnis, mit einem anderen Therapeuten, der einen vollkommen anderen Ansatz im Kopf hatte… ER sah das Ganze als Sucht und ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, das auf mich zu beziehen… Er meinte, ich solle mich in diese Kategorie einordnen. Ich konnte vielleicht verstehen, daß man sich, wenn man ein Zoophiler ist, sehr leicht isoliert fühlt und Sex als Gegengewicht benutzt, aber ich konnte das nicht auf mich beziehen. Dafür gab es keinen Grund. Ich hatte einen Hund, hatte schon eine enge emotionale Beziehung zu ihm, und er stand ungefähr auf dem Standpunkt: ‚Schaff den Hund ab‘ und ich auf dem Standpunkt: ‚Kommt überhaupt nicht in Frage, mach ich nicht.'“

– „Ich war in meiner frühen Teenagerzeit in Therapie… ich hatte eines Morgens über Selbstmord geredet und das reichte. Ich habe mich fast 20 Jahre lang mit meinen Schuldgefühlen herumgeschlagen, ich hatte meine Gefühle unterdrückt und fand dann Leute [im Internet], mit denen ich reden konnte, und das gab mir die Möglichkeit, meine Schuldgefühle aufzubrechen und mich so sicher zu fühlen, daß ich mich gefühlsmäßig mit [meiner Zoophilie] auseinandersetzen konnte.“

Ich fragte: „Was war die Reaktion des Psychologen?“

– „Ich habe es ihm nie erzählt. Ich fühlte mich nicht sicher genug, es ihm zu erzählen. [Wir sprachen über] eine Menge anderer Dinge, aber ich traute ihm nie genug, um ihm von [meiner Zoophilie] zu erzählen.“

– [Die Frau in der Runde sagte:]“Ich habe das meinem Seelenklempner erst vor ein paar Wochen erzählt und in einem Zusammenhang, wo es um meinen [menschlichen] Partner ging, und am Ende [der Unterhaltung] mußte ich sagen: ‚Moment mal, ich habe Ihnen gerade erzählt, daß ich Sex mit Tieren habe, und Sie … gehen da einfach drüber hinweg.‘ Und sie sagte: ‚Haben Sei ein Problem damit?‘ Und ich sagte: ‚Nein‘ und sie sagte: ‚Wie lange kommen Sie jetzt schon her?‘ und ich sagte: ‚Viel zu lange‘ (Gelächter). Und sie sagte: ‚Also ich kenne Sie gut genug um zu wissen, wenn Sie damit ein Problem hätten, hätten Sie mir das schon lange erzählt.‘ Und danach haben wir das nie wieder angesprochen…“

– „Ich habe das einem [Therapeuten] erzählt… und sein erster Gedanke war, mich 4 Wochen zur Beobachtung in die Geschlossene einzuweisen… Ich weiß von mindestens 3 Leuten, die da gelandet sind, die mit Elektroschocks und Drogen und all dem behandelt wurden, einfach nur, weil sie zugegeben haben, daß sie Zoos sind…“

-„Ich war einmal deswegen bei einem Therapeuten… und dessen ganze Reaktion war: ‚Man sollte Sie einsperren und den Schlüssel wegwerfen.‘ Ich stand auf und ging raus… und hätte überhaupt keine Probleme damit, wenn er seine Lizenz loswerden würde…“

Ich fragte, ob sie glaubten, daß Zoophilie und/oder Bestiality Perversionen seien.

– „Glaube ich, daß es Perversion ist, oder richtig oder falsch, oder sowas? Ich glaube nicht, daß es falsch ist, aber eigentlich spielt das keine Rolle. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß man sexuelle Wünsche einfach hat, worauf es ankommt ist nur, wie man damit umgeht.“

– „Also sollte man die Frage vielleicht umformulieren und nicht Perversion an sich sagen sondern vielleicht… ‚bringt es Euch Sorgen. Selbstzweifel, Schuldgefühle?'“

– „Ist es moralisch falsch? Wenn wir es für moralisch falsch halten würden, wären wir nicht hier…“

– „Wenn man selber keine Probleme mit der Sexualität hat und es weder dem Partner noch der Gesellschaft schadet, dann sollte man es nicht als falsch ansehen. Ich hoffe, daß moderne Psychologen das auch so sehen, daß man seinen Partner nicht verletzt. Bei einem Bestialisten kann man darüber streiten, aber wenn man ein Zoo ist, dann verletzt man den Partner nicht und die Gesellschaft auch nicht. Wenn sie nicht gerade einen durchs Fenster filmen und sich dann darüber aufregen.“

– „In meinem Fall war es so: meine Familie hatte ein Aufklärungsbuch über menschliche Sexualität in einem Bücherschrank als ich aufwuchs. Und seit dem Tag, als ich das Buch gefunden und über Zoophilie gelesen hatte, da habe ich noch gar nichts in der Richtung gemacht, aber ich sagte mir ‚Boah, OK‘. Und ich liebe griechische Sagen. Ich fand sie ziemlich cool, und an dem Punkt wußte ich über meine Neigung Bescheid und hatte nie wirklich ein Problem damit.“

– „Ich habe herausgefunden daß ich auf viele verschiedene Stimuli fähig bin erotisch zu reagieren, und kann einfach nicht diese Art von Moral, dieses Konstrukt unserer Gesellschaft auf diese natürlichen Gefühle von mir beziehen.“

– „Als ich ein Teenager war hatte ich das Glück, daß meine Eltern eine Ausgabe des Kinsey Report in Haus hatten, und ich las darin und fand die Beschreibung von Bestiality und dachte ‚OK, ich bin nicht alleine‘. Und es war eine große Hilfe dabei, mit den Gefühlen, die ich hatte, umzugehen. Ich habe mich oft hingesetzt und überlegt: Ist das falsch, was ich mache? Du weißt ja, wenn man der biblischen Interpretation bei den Leviten folgt, dann soll jede Person, die mit einem Tier schläft, gesteinigt werden, und das Tier soll auch getötet werden. Das fand ich ausgesprochen unfair dem Tier gegenüber.“

– „Von meinem Standpunkt aus kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man etwas, das dem Tier Freude oder Wohlbefinden macht, als falsch umdefinieren kann. Und ich sehe viele Leute, die sich nichts dabei denken, ein Ei von einem Huhn zu essen das verdammt ist, in einem 30 cm großen Käfig mit vier anderen Hühnern das ganze Leben zu verbringen, und das soll keine Grausamkeit gegenüber Tieren sein. Aber wenn ich meine Genitalien in die des Tieres einführe oder anders herum, oder wie man es auch sehen will, dann ist es plötzlich etwas Fürchterliches. Und ich verstehe nicht, daß es in Ordnung sein soll Tiere zu töten oder ihnen Schmerzen zu bereiten, mit ihnen alles zu machen was man will um das gewünschte Resultat zu erreichen. Einen Wagen zu ziehen oder als Nahrung zu dienen. Aber es soll nicht in Ordnung sein, mit ihnen gegenseitig befriedigende sexuelle Beziehung zu unterhalten.“

Ich fragte, sie ob sie etwas ändern wollten und keine Zoophilen mehr sein wollten.

– „Ich weiß nicht wie es ist, kein Zoophiler zu sein, also kann ich nicht Ja oder Nein dazu sagen.“

– „Ja, wenn ich von Anfang an keiner gewesen wäre, dann würde ich vielleicht lieber keiner sein. Aber würde ich eine Verwandlung von einem Zoo in einen Nicht-Zoo wollen? Nein.“

– „Doch, ich würde schon. Das ist vielleicht jetzt ein Schock, aber ich würde es gerne. Denn wenn ich mir vorstelle was ich bin und was es bedeutet damit umzugehen und zu lernen, damit zu leben. Und ich war soweit, ich habe dagesessen und überlegt, ob es nicht besser wäre, Schluß zu machen. Es hat mir unendliche Schmerzen bereitet. Ich würde es ändern, weil, um ehrlich zu sein, ich habe mich mit meiner Zoophilie herumgeschlagen seit ich 14 bin. Bis daß ich 25 war hatte ich nicht mal ein Wort dafür. Ich wußte nur, daß ich anders war. Aber es hat mir unendlich viel Schmerzen in meinem Leben bereitet und ich war nie fähig, das in den Griff zu bekommen. Bis zum heutigen Tage kämpfe ich damit und leide.“

– „Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, und tatsächlich habe ich, als ich 24 war, zwei Möglichkeiten verpaßt wegen meiner Unerfahrenheit mit Frauen. Wir waren bei einer Party und sie fragte mich: ‚Bin ich Deine Freundin?‘ Und als der unerfahrene Blödmann, der ich war, gab ich eine ehrliche Antwort und sagte: „Ich besitze niemanden. Das ist Deine Entscheidung, ob Du mit mir zusammen sein willst.“ Sechs Monate später hat sie den Mann geheiratet, von dem sie mal sprach, der das mal wissen wollte. Sie hatte mich tatsächlich gefragt, ob ich eine dauerhafte Beziehung wollte damals. Aber das ist mir erst Jahre später klar geworden. Also bei diesen zwei [Frauen/Gelegenheiten] hätte ich mich gerne geändert. Aber jetzt, wenn ich bedenke wohin es mich geführt hat, würde ich mich nicht mehr ändern wollen, weißt Du, nur nicht zurückblicken. Ich habe mich damit arrangiert.“

– „Was mich betrifft, ich würde mich nicht ändern. Ich bin 23 und ich hätte mich nie geändert… Ich bin wirklich jetzt an einem Scheideweg in meinem Leben… weil ich eine Freundin habe, die mich auf der Stelle heiraten würde, aber bei allen Schwierigkeiten die es mir bereitet, ich würde meine Beziehung [zu Tieren] für nichts auf der Welt hergeben. Weil es dermaßen reich ist und es mich so vollendet fühlen läßt, diese Beziehung zu haben.“

– „Die Bindungen, die wir mit Tieren haben, sind wirklich einzigartig… Es ist nicht das selbe wie mit einem Menschen. Ich bin verheiratet und das will ich auch nicht ändern… Aber es ist wirklich wichtig für mich ein Zoo zu sein. Die Gefühle die ich habe, wenn ich mit Pferden zusammen bin, sind unglaublich. Und ich bin süchtig danach. Das würde ich niemals aufgeben. Wenn ich für immer aufhören müßte, Sex mit Tieren zu haben, das könnte ich verkraften. Aber wenn ich den Rest meines Lebens leben müßte und nie mehr das Gefühl eines Pferdes unter meinen Händen, oder den Geruch seines Atems in meiner Nase, meinen Nüstern erleben könnte, oder nie mehr mein Gesicht in ihren Augen spiegeln sehen könnte, ich würde lieber sterben.“

– „Es ist möglich, daß wir uns ändern können, aber ich werde immer Hunde in meinem Leben haben. Ich habe mir oft die Frage gestellt, ‚würde ich etwas anders machen?‘ Und dann sage ich mir: ‚Weißt du, wenn ich diese Impulse nicht gehabt hätte, dann hätte ich vielleicht nicht dieses Durcheinander und diese unendliche Einsamkeit erlebt, und eine Zeit lang diesen Selbsthaß‘. Aber ich sehe dann auch, wie ich jetzt bin. Auch wenn der Weg dahin hart war, so machte er mich doch zu dem, was ich bin, und das gefällt mir.“

– „In meinem Fall.. ich bin öfters mit großartigen Frauen ausgegangen und im Bett gewesen. Aber ich suche immer noch die, die signalisiert, daß sie Bestiality toleriert, und ich bleibe mit keiner zusammen, die mich nicht so akzeptiert, wie ich bin.“

– „Und wie bringt man das jetzt der Freundin bei? Weißt Du, Liebling, übrigens Du hast mich doch gefragt, warum ich dauernd in der Scheune rumhänge…“

– „Ich habe meinen letzten beiden Freunden gesagt, daß sie nicht alles für mich sein können. Daß meine Interessen einfach weiter gehen. Sie haben keine Hufe, keine Mähne, kein Schweif, sie haben keine Tatzen…“

– „Ich denke alle Zoos haben gemeinsam, daß sie nicht einmal eine lange Beziehung mit einem Menschen in Erwägung ziehen, sofern dieser Mensch nicht bereit ist, Zoophilie voll zu akzeptieren.

– „Für mich stimmt das nicht, da gehe ich nicht mit.“

– „Für mich schon. Die Leute hier wissen, daß es Menschen gibt, die sie nicht akzeptieren können… Ich habe meine Frau geheiratet, weil ich dachte, das sei das Sinnvollste.“

– „Ich kann mich noch erinnern, daß als ich 14 war und ich diese Wünsche hatte, mit Ziegen und den Hunden und den Pferden zusammen zu sein… und mir im selben Moment dachte, ‚wie kriege ich das jemals hin, meiner Frau zu verheimlichen, daß ich raus gehe‘, ihr wißt schon. Um Sex mit den Pferden zu haben.“

– „Also ich wohnte bei meinen Großeltern und sie waren so ‚wann bringste denn deine Freundin mit‘. Und ich sagte: ‚Nächstes Mal bringe ich vielleicht meinen Hund mit‘. (Gelächter) Und das nächste Mal brachte ich meinen Hund mit und sie sagten: ‚Du hast ja wirklich deinen Hund mitgebracht‘. Und ich: ‚Nun ja, er hält mich nachts warm‘. (Gelächter) Und wenn er anfängt zu schnarchen, dann schmeiße ich ihn raus in seine Hundehütte. Damit war das Thema für diesen Tag erledigt.“ (Gelächter)

– „Meine Frau sagte sie hoffte, ich würde mir Hunde-Aids einfangen und sterben. (Gelächter) Aber was sie mir besonders ans Herz legte war, daß ich bitte nicht meine seltsamen Internetfreunde mit nach Hause bringen sollte, weil sie Aids auf die Möbel schmieren würden.“ (Gelächter)

– „Ich würde nur eine Sache an der Zoophilie ändern, und das ist die Tatsache, daß ich jeden, in den ich mich verliebe, überleben werde. Ich habe jetzt mein fünften hündischen Liebhaber, weil seine Vorgänger aus verschiedenen Gründen gestorben sind. Und das ist das härteste, was man so als Zoo erlebt. Das ist das Einzige, was ich nicht mag.“

– „Ja, ich hatte gerade meine erste Liebe, einen Hund… Ich war so weit, daß ich mich nicht auf meine Schularbeiten im College konzentrieren konnte. Oder als ich bei der Nationalgarde war, ihr wißt schon, nur 8 Stunden, aber Einsamkeit mit Angstattacken, weil ich nicht bei ihr war. Und dann könnt Ihr Euch vorstellen wie es war, was ich durchgemacht habe, als ich sie verloren habe… Ich hatte zwei, drei Jahre Depressionen. So tief, daß ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Ich habe sogar aufgehört zu lesen, weil ich mich nicht mehr als einen Absatz lang konzentrieren konnte. Bei meiner ersten Ausbildung in der Army bin ich durchgefallen und mußte dann acht Monate Formalausbildung machen… Ich habe mein ganzes Einkommen aufgewendet, nur um mit Mühe und Not ein Haus zu unterhalten, um darin zu leben und um dieses Leben führen zu können… Mein ganzes Erwachsenenleben habe ich damit verbracht, diese Art zu leben zu ermöglichen… Ich kann einfach nicht ohne einen Hund sein.“

– „Ich habe schon gewußt, was ich bin, als ich ungefähr 11 Jahre alt war. Meine erste Geliebte war auf meiner Zeitungsaustragerunde. Sie war eine alte deutsche Schäferhündin. Aber ich hatte nie eine Chance sie zu berühren, weil ich so einen Horror davor hatte erwischt zu werden. Aber als sie dann an Krebs starb, habe ich eine Woche lang geweint. Als ich 18 war hatte ich meine erste Geliebte. Meine Eltern ließen mich einen Hund kaufen, und das war das glücklichste Jahr in meines Lebens. Aber dann war es das Problem, sie gaben sie weg (er weint)… Ich möchte mich jetzt nicht wieder daran erinnern. (Er weint weiter und ein paar von den Jungen um in herum nehmen ihn in die Arme) Ich verfiel in tiefe Depression deswegen, und hätte mich fast umgebracht…“

– „Das Problem damit, all diese Geliebten immer wieder zu verlieren, ist, daß es jedes Mal einen Teil von dir mitnimmt. Und jedes Mal verliert man ein bißchen Vertrauen zu sich selbst, daß man jemals wieder fähig sei sich zu verlieben… Und doch ist es so, daß ich nachdem ich [mein Pferd] und all die anderen Pferde verloren habe, und nachdem ich den Hund verloren habe, nachdem ich all sie verloren habe ich immer noch fähig war, diese Verbindung zu fühlen. Dieses Band, das man fühlt, dieses Band der Liebe, das man einem Tier gegenüber fühlt.“

Ich fragte: „Warum habt ihr eine sexuelle Beziehung zu Tieren?“

– „Das ist bei jedem anders… für mich läuft es auf die Frage ‚warum nicht‘ hinaus. Weil ich weiß, wie es ist, wenn man durch das Lecken einer rauhen Zunge am Morgen geweckt wird, nachdem ich wundervolle Liebe mit meinem Hund am Abend vorher gehabt habe. Und mir selbst das zu verweigern, und meiner Geliebten die Freude zu verweigern, von der ich weiß, daß ich sie ihr geben kann… warum? Welchen vernünftigen Grund könnte es geben, nicht die höchsten Höhen zu erreichen und diese mit jemanden zu teilen, von dem man weiß, daß er mich liebt und der diese Liebe so gut ausdrücken kann…? Ich habe mich schon in ein paar Leute verliebt, die zwar gesagt haben, daß sie mich liebten, aber das nicht rüber bringen konnten. Ich habe mich nie in ein Tier verliebt, das diese Liebe nicht erwidern konnte. Das bedeutet nicht, daß ich das jetzt den Menschen übel nehme. Manche Leute sind einfach nicht perfekt. OK. Aber dann sind sie auch nicht die richtigen Leute für mich.“

– „Hunde scheinen sehr gut zu Menschen zu passen. Sieh dir all die Interaktionen an, die wir mit den Hunden haben. Wir pflegen sie, wir nehmen sie in die Arme, und wir küssen sie, wie wir es mit Leuten tun, die uns nahe stehen. Oftmals haben wir mehr Körperkontakt mit unseren Hunden als wir ihn mit Menschen haben. Wir möchten sie beschützen, und oft wollen uns auch die Hunde beschützen. Es ist ein großer Spaß mit Hunden zu spielen. Du verstehst sie. So, wenn wir jetzt auf all diesen sozialen Ebenen mit den Hunden interagieren, und der Hund für uns ein Sozialpartner ist, dann ist der Sex der natürliche nächste Schritt. So hat man noch mehr gemeinsam. Und ob das nun Liebe ist oder nicht, wer weiß. Die Liebe ist eine menschliche Kategorie. Man kann natürlich die Handlungen eines Tieres in das Schema pressen, das wir Liebe nennen. Aber nicht mal die Menschen sind sich einig, was Liebe eigentlich ist.“

– „Ich denke, die ‚Warum-Frage‘ ist ziemlich leicht zu beantworten. Es ist, weil wir es mögen, und weil es sich gut anfühlt. Eine andere Frage wäre ‚wie‘, oder ‚wie bist Du so geworden?‘ Ich nehme an, daß 99 Prozent der Leute hier in ihrer Jugend von ihrer Umwelt als ‚irgendwie seltsam‘ abgestempelt worden sind… Eine ganze Menge Leute sind in ihrer Entwicklung nicht unbedingt die Partylöwen gewesen.“

– „Deine Umwelt formt dich. Die Umwelt, in der wir aufgewachsen sind, hat uns zu den Tieren gedrängt. Das hat uns zwar nicht zu Zoophilen gemacht, aber wenn jemand wie ich nicht gar so viele Beziehungen zu Menschen hatte, hat man sich eben woanders nach einem Kameraden umgesehen; ab und zu. Ich hatte auch menschliche Freunde, aber mein Hund stand mir auf alle Fälle wesentlich näher als jedes der anderen Kinder, mit denen ich zu der Zeit herumgehangen bin. Das ist vielleicht nicht bei jedem das selbe, aber ich nehme an, daß eine ganze Reihe von uns in diese grobe Richtung gedrängt wurden, weißt Du, durch unsere Umwelt. Das war vielleicht nicht der ganze Grund, aber sicherlich ein Teil des Grundes.“

– „Auf der anderen Seite ist das nicht der einzige Grund. Ich zum Beispiel war ein Teil von einem sehr gesellschaftlichen Teil der Schulkultur, weil ich bei vielen Sportveranstaltungen teilgenommen habe. Ich hatte Sex mit jungen Ladies ungefähr zur selben Zeit. Meine ersten sexuellen Erlebnisse hatte ich mit Ziegen und mit Frauen. Also hatte ich beide Möglichkeiten, aber ich habe langsam ausgeschieden, so daß ich mich jetzt, wo ich 40 geworden bin und immer noch Single, in diesem Punkt fast exklusiv den Tieren zugewandt habe.“

– „Ja, siehst Du, ich war fünf Jahre verheiratet… Ich bin jetzt aus dieser Ehe raus, ich bin jetzt geschieden. Aber aus dieser Ehe habe ich ein Kind. Aber sie hat das nie getan hat [Sex mit Tieren], meine Ex-Frau. Sie und ich hatten Sex der anders war als der mit meinem Hund. Das ist der wirkliche Sex, die wirkliche Liebe.“

„Warum?“

„Warum.“ (Gelächter) Ich kann wirklich nicht erklären warum. Ich war elf als als ich meine ersten Phantasien in der Richtung hatte. Also ich weiß nicht warum oder wo ich sie her hatte, weißt Du… Ich habe wirklich keine Ahnung…“

– „Ich habe Sex mit Tieren, seit ich acht bin. Zu der Zeit hatte ich wirklich keine Vorstellung von Richtig oder Falsch bei dem, was ich tat. Ich wußte nur, daß wenn meine Mutter mich erwischt, dann gibt es Ärger. Aber ich wußte nicht wirklich, warum. Ich wußte nur, daß es wirklich schön war und daß ich es gerne tat.“

– „Ich verstehe nicht viel von Vererbung, aber ich denke ich bin so geboren. Ich stand immer der Natur und den Tieren so nah, daß ich denke, ich habe das nie für wirklich falsch gehalten. Ich konnte nicht einsehen, daß, wenn ich ein Tier so sehr liebte, warum ich nicht noch einen Schritt weiter gehen sollte. Ich fühle einfach, daß ich so geboren bin. Es ist nicht so, daß unbedingt etwas in meiner Kindheit etwas passiert wäre, was mich von Frauen wegtrieb oder so etwas. Ich war kein antisoziales Kind. Meine Eltern haben mir sogar gesagt ich sei ein normales Kind gewesen.“ (Gelächter)

– „Ich habe Tieren immer gefühlsmäßig sehr nahe gestanden… Aber ich wurde auch von den Tieren auf der Straße körperlich angezogen. Es war ungefähr so, wie Ich annehme, daß es ist, wenn Heteros eine schöne Frau der Straße sehen: ‚Guck mal die Frau‘. Und ich sehe ein attraktives Tier und mir geht es dann ganz genauso: ‚Oh, das ist aber wirklich ein attraktives Tier‘. Und das ist immer so gewesen, und ich denke, das ist vererbt…“

– „Ich denke ich hatte nie eine Wahl. So bin ich einfach und ich könnte nicht sagen wie es wäre, kein Zoo zu sein. Ich habe mich nicht entschieden, Sex mit Tieren zu haben oder diese Beziehung und Liebe zu Tieren zu fühlen. Ich kann es einfach nicht ignorieren. Es ist ein Teil meiner selbst und ich kann nicht, ich hätte keine Möglichkeit, eine normale Beziehung ohne das zu haben… So bin ich einfach. Und wenn ich ehrlich zu mir selber bin, dann ist das die Art, in der ich leben muß. Da gibt es keine Wahl…“

– „Vielleicht ein anderer Aspekt von diesem ‚Warum‘ ist, daß ich immer Probleme hatte im Umgang mit anderen Leuten und es immer Spannungen gab, wenn ich mit ihnen in der Schule oder auf der Arbeit umgehen mußte. Und die Zeit, die ich mit meinen Gefährten [den Tieren] verbrachte, war entspannend und half mir, damit umzugehen und mich zu entspannen, um mich frei zu machen und mit der Spannung fertig zu werden…“

Ich fragte nach dem Bedürfnis nach intellektueller Stimulation, bei denen, die Tiere als Sexualpartner bevorzugen.

– „Oh, ich habe eine soziale Gruppe, soziale Gegenüber, mit denen ich mich befasse, und das befriedigt mein Bedürfnis nach bedeutungsvoller Konversation, wenn ich es denn will.“

– „Ich glaube nicht, daß einer von uns ein totaler Einsiedler ist bis zu dem Punkt, daß er sich nur mit Tieren beschäftigt und an Menschen überhaupt nicht interessiert ist.“

– „Ich bin sicher, daß es viele Leute gibt, die mit Gelähmten verheiratet sind, oder mit Leuten, die irgendwelche nervlichen Störungen haben und die nicht sprechen können, die nicht antworten können… Ich meine, daß es Leute gibt, die mit Gefährten verheiratet sind oder Gefährten haben, die nicht zu einer hochstehenden intellektuellen Konversation fähig sind.“

– „Ich kenne Menschen, mit denen man keine hochstehende intellektuelle Konversation führen kann.“ (Gelächter)

– „Und Tiere können genausogut eine intellektuelle Herausforderung sein.“

– „Es ist eine intellektuelle Herausforderung, sich um eine Pferd zu kümmern. Weißt Du, es zu verstehen und seine Bedürfnisse zu verstehen.“

– „Wir müssen uns alle mit der Gesellschaft auseinandersetzen, und wir haben unsere Jobs oder Schule, oder unser Familienleben…“

– „Das sind getrennte Welten. Man geht für das eine an einen Ort und für das andere an einen anderen Ort. Und es wird ein organischer Teil deines Lebens wo man überhaupt nicht mehr darüber nachdenkt…“

– „Ich denke es gibt etwas, was eindeutig in einer zoophilen Beziehung fehlt… An meinem Hund ist alles großartig, aber ich kann nicht die Art von, weißt Du, exklusive Kommunikation und die Art, weißt Du, wie spirituelle Kommunikation mit ihm haben, die man von anderen Menschen bekommen kann… Es ist etwas vollkommen Anderes. Es ist vollkommen anders. Ich kann es nichtmal beschreiben. Es ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es ist nicht das selbe. Ich denke, wenn ich vollständig sein will dann brauche ich beides.“

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The hidden life of the zoophiles
Von Hani Miletski, Textreihe auf theposition.com,
ca. 1999

Übersetzung von Michael Kiok
Quelle: fifine.org

One Response to “Das verborgene Leben der Zoophilen”

  1. Furry-One87 sagt:

    Einfach nur faszinierend und ermutigend. Ich wäre gerne dabei gewesen. Ich habe erst durch meinen Freund erkannt und verstanden das ich Zoo bin. Und mehr als Das. Es macht mich glücklich zu wissen das es solche menschen gab/gibt die sich zusammen gefunden haben und vernünftig mit einander Gesprochen haben.

    Aus tiefstem Herzen Danke. Oliver und Hani Miletski

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